Sicherheitshinweise und Testmethoden:

Das Gehäuse sollte an mindestens 2, besser 4 Punkten mit ausreichend festen (8.8 oder höher) Maschinenschrauben und Muttern M6-M8 (notgedrungen M5) auf einem stabilen Karosserieteil (z.B. Getriebetunnel) befestigt werden. Wir raten von Blechschrauben ab, da diese nach einiger Zeit plötzlich ausreißen können!

Die Installation der Fly-Off hat durch eine Fachkraft oder Person mit ausreichend Fachkenntnissen zu erfolgen. Gern unterstützen wir hier bei Unsicherheiten durch entsprechende Beratung.

Wir empfehlen die Montage mit Stahlbremsleitungen und Bördel F Verbindern. Diese garantieren ein Maximum an Sicherheit und werden auch von offizieller Seite gern gesehen.

Es sollte regelmäßig auf eine einwandfreie Funktion geprüft werden. Kleinere Undichtigkeiten machen sich manchmal erst nach einiger Zeit bemerkbar (Tropfenbildung / Schwitzen) und können insbesondere bei Systemen mit nur einem Bremsflüssigkeitsbehälter ein enormes Sicherheitsrisiko darstellen. Bei Flüssigkeitsaustritt besteht die Möglichkeit des Wegfalls der Bremswirkung an allen Rädern! Sollten Leitungen beim Zusammenbau mit Bremsflüssigkeit verschmutzt worden sein, sind diese konsequent zu reinigen, damit eine Undichtigkeit nicht für eine vorangegangene Verschmutzung gehalten wird.

Die Entlüftung der Bremse spielt nach der Installation der Fly-Off eine große Rolle. Durch den zusätzlichen Bremszylinder vergrößert sich das potenziell mit Luft gefüllte Volumen des hinteren Bremskreislaufs. Erst wenn die Flyoff schnell von alleine in ihre ursprüngliche Position zurück springt und beim Betätigen des Hebels frühzeitig ein relativ harter Druckpunkt gefühlt werden kann (etwa wie bei einem Bremspedal ohne Servokraftverstärkung, z.B. bei abgeschaltetem Motor), ist die Entlüftung ausreichend.

Die Funktion der kompletten Bremsanlage ist nach der Integration der Fly-Off vorsichtig und nicht im öffentlichen Straßenverkehr zu testen.

Um Risiken zu vermeiden, müssen ausgeschlagene Lager erneuert werden sowie auch andere beschädigte Bauteile. Sollten diese im Betrieb kaputt gegangen sein, bitten wir um Rückmeldung diesbezüglich. Wir ersetzen nicht nur verschlissene Teile, sondern möchten die Langzeiterfahrungen unserer Kunden mit in unsere Entwicklung einfließen lassen. Bilder und eine Beschreibung, wobei und wann der Schaden entstanden ist, wären wünschenswert.

Die Nutzung der Fly-Off im öffentlichen Straßenverkehr ist nicht erlaubt - eine Demontage des Hebels kann Missbrauch sowie versehentlicher Betätigung vorbeugen. Machen Sie davon Gebrauch, bevor es sich der witzigste Kumpel oder zu neugierige Kinder auf dem Beifahrersitz bequem machen.

Der Endstopp (Schraube gegen den Umlenker am Gehäuseende) darf den Umlenker nicht zu weit Richtung Bremszylinder drücken, da sonst die Bremsleitung durch den Kolben im Bremszylinder blockiert wird und Restdruck (Restbremswirkung) im hinteren Bremskreislauf vorhanden bleiben kann. Dauerhaft schleifende Hinterachsbremsen sind ein deutliches Warnsignal. Ein Test kann vor Inbetriebnahme mit Druckluft erfolgen - ist der Hebel in der Ausgangsstellung, muss Luft durch den Zylinder strömen können. Ist das System bereits befüllt und entlüftet, muss die Funktion der hinteren Bremse durch Treten des Bremspedals und eine Sichtprüfung oder mithilfe einer Bremsdruckmessung hinter der Fly-Off (nicht zwischen Fly-Off und Bremspedal) sicher gestellt werden. Erst wenn der Restdruck und/oder die überschüssige Flüssigkeit wieder nach vorne in den Ausgleichsbehälter entweichen kann, ist der Endstopp ausreichend weit heraus gedreht.

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